Anerkennung außerschulische Bildungsangebote

 
Der Beschluss der Landesregierung vom 16.06.2015, Nr. 721 („Richtlinien für die Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote durch die deutschsprachigen Schulen“) schafft die Grundlage dafür, dass das OSZ Schlanders Stunden, die die Jugendlichen außerschulisch bei Vereinen, Organisationen und in der Arbeitswelt leisten, anerkennen kann.
 
Die Schüler können um die Freistellung im Ausmaß von maximal 57 Jahresstunden (= 2 Unterrichtsstunden pro Woche) für den Besuch von anerkannten außerschulischen Bildungstätigkeiten ansuchen. Der Besuch der Musikschulen, des Musikkonservatoriums sowie die aktive Teilnahme an den Angeboten von Sportvereinen und andere Kultur- und Bildungsträgern, die keine religiöse, ideologische oder politische Ausrichtung haben, werden als außerschulisches Bildungsangebot anerkannt.
 
Zudem werden berücksichtigt: Praktika im Sinne der Berufsorientierung, soziale Tätigkeiten in entsprechenden Einrichtungen, Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen außerschulischen Bildungsträgern.
 
Das Verhältnis der Anerkennung ist stets 2:1,
lediglich die Stunden der Musikschule und des Musikkonservatorien werden im Verhältnis 1:1 anerkannt.
 
Die Schüler sind verpflichtet, die außerschulischen Bildungsangebote regelmäßig wahrzunehmen. Sie sind zudem verpflichtet unregelmäßige Besuche oder eine Unterbrechung der Tätigkeit sofort der Schule mitzuteilen, damit die Freistellung entsprechend angepasst oder widerrufen werden kann.
 
Die Art der Freistellung wird nach entsprechendem Ansuchen mit der Schule vereinbart. Bei Leistungsüberprüfungen wird die Freistellung nicht gewährt. Sollte der Schüler versäumte Inhalte und damit verbundene Kompetenzen sich nicht eigenständig aneignen können, wird die Freistellung widerrufen bzw. für das nächste Schuljahr nicht mehr gewährt.
 
Praktika, welche die Schüler im Sommer absolvieren, werden nicht als außerschulische Bildungsguthaben anerkannt.
 
Abläufe und Termine
 
Innerhalb 15. Oktober suchen die Schüler um Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote für das laufende Schuljahr an und legen einen Wunsch über die Form der entsprechenden Freistellung bei. Danach wird individuell mit dem Schüler die Vereinbarung zum außerschulischen Lernen und zur Gewährung der Freistellung getroffen.
 
Außerschulische Partner (Vereine, Betriebe, Träger außerschulischer Bildungsangebote auch im Bereich der beruflichen Orientierung), die Interesse an einer Anerkennung außerschulischer Bildungsangebote durch die Schule haben, suchen um Akkreditierung im OSZ Schlanders an. Die Akkreditierung gilt für drei Jahre und kann danach wieder um 3 Jahre verlängert werden. Die Bildungspartner sind durchgängig verpflichtet, unregelmäßige Besuche oder die Unterbrechung einer Tätigkeit sofort in geeigneter Form der Schule mitzuteilen.
 
Sofern es möglich ist, geben die Schüler innerhalb Mai der Schule die Bestätigungen der außerschulischen Bildungsträger über die effektive Teilnahme an den anerkannten Bildungstätigkeiten ab.
 
Auszug aus dem Dreijahresplan, gen. am 24.10.2017 vom Schulrat
 
 

 

 

 

Eignungsprüfungen für Externe

Prüfungen für externe Kandidaten/Kandidatinnen,
um mit Selbststudium oder durch den Besuch des 2. Bildungsweges (Abendschule)
die Klasseneignung ("Zeugnis") zu erhalten.
 
Anmeldetermine lt. MSAL vom 27.09.2012
15. Dezember (für Prüfungsantritt mit Anfang Februar)
31. März (für Prüfungsantritt mit Mai - gekoppelt mit eventuellen Vorprüfungen Abschlussprüfung)
 
Externe Kandidatinnen und Kandidaten, die im Rahmen der Eignungsprüfung in nicht mehr als 3 Fächern negativ bewertet werden, erhalten das Recht, vor Unterrichtsbeginn des nächsten Schuljahres  in den betreffenden Fächern eine ergänzende Eignungsprüfung zu absolvieren, d.h. erneut geprüft zu werden, um die Gesamteignung zu erhalten.  
 
30. Juni (für Prüfungsantritt August - gekoppelt mit  internen Aufholprüfungen - nur für ergänzende Eignung)
 
Grundlagen:
Beschluss der Landesregierung vom 18.02.2008 Nr. 442 betreffend die Anerkennung von Bildungsguthaben
Beschluss der Landesregierung vom 30.05.2011 Nr. 886